Prüfungsprozess für die Zulassung von Unterhändlern

1. Antragstellung
  • Unterhändler reicht einen formellen Antrag ein mit:
    • Unternehmensdaten (Name, Rechtsform, Handelsregisterauszug)
    • Ansprechpartner und Kontaktdaten
    • Beschreibung der angebotenen Produkte/Dienstleistungen
    • Geplante Zahlungsarten (inkl. PayPal, Kreditkarte etc.)

2. Dokumentenprüfung
  • Identitäts- und Unternehmensprüfung:
    • Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung
    • Steuer-ID und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Compliance-Dokumente:
    • Datenschutzerklärung
    • AGB und Widerrufsbelehrung
    • Nachweis über Einhaltung von Zahlungsrichtlinien (z. B. PCI-DSS bei Kreditkarten)

3. Hintergrund- und Risikoprüfung
  • Bonitätsprüfung:
    • Schufa oder vergleichbare Wirtschaftsauskunft
  • Reputationsprüfung:
    • Online-Bewertungen, Social-Media-Präsenz
    • Prüfung auf negative Presse oder rechtliche Verfahren
  • Sanktionslisten-Check:
    • EU, OFAC und andere relevante Listen

4. Produkt- und Inhaltsprüfung
  • Sicherstellen, dass angebotene Produkte/Dienstleistungen:
    • Nicht gegen PayPal-AUP oder gesetzliche Vorgaben verstoßen
    • Keine verbotenen Inhalte (Waffen, Drogen, Pornografie, Hasspropaganda)
  • Prüfung der Website:
    • SSL-Verschlüsselung
    • Impressum und rechtliche Angaben vorhanden

5. Technische Prüfung
  • Integrationstest:
    • Funktioniert die Zahlungsabwicklung korrekt?
    • Sicherheitsstandards eingehalten (HTTPS, sichere API-Nutzung)
  • Datenschutzprüfung:
    • DSGVO-konforme Speicherung und Verarbeitung von Kundendaten

6. Vertragsabschluss
  • Unterzeichnung eines Unterhändlervertrags mit:
    • Pflichten und Verantwortlichkeiten
    • Einhaltung der AUP und Zahlungsrichtlinien
    • Sanktionen bei Verstößen (z. B. Sperrung, Vertragskündigung)

7. Monitoring nach Zulassung
  • Regelmäßige Überprüfung:
    • Transaktionsmuster (zur Betrugsprävention)
    • Aktualität der Unternehmensdaten
    • Einhaltung der Richtlinien